Wie funktioniert Tätowieren genau?
Zum Tätowieren benutzen die professionellen Tattoo-Studios eine elektrische Tätowiermaschine. Sie sticht die in Tattoo-Farbe getauchten Nadeln mit einer Frequenz von bis zu circa 10 000 Stichen pro Minute in die Haut - so schnell, dass die Bewegung für das Auge nicht mehr sichtbar ist. Linien und Umrisse werden mit drei oder mehr Nadeln gestochen, Flächen mit einem Block von bis zu 45 Nadeln.
Warum bleibt das Tattoo dauerhaft sichtbar?
Das Tattoo bleibt dauerhaft sichtbar, weil es in die Lederhaut (Dermis) gestochen wird. Die darüber liegende oberste Hautschicht erneuert sich permanent. Dabei würde die Tattoo-Farbe verloren gehen. Die Lederhaut hingegen erneuert sich nicht. Farbpigmente aus den Tattoo-Farben werden dort dauerhaft eingelagert.
Die Dicke der Hautschichten kann sehr unterschiedlich sein. Die Einstichtiefe wird deshalb beim Tätowieren je nach Körperstelle und Hautdicke eingestellt. Damit eine Tätowierung permanent bleibt, ist wichtig, dass die Tiefe des Einstichs genau eingeschätzt wird. Wird die Farbe zu oberflächlich in die Haut gestochen, wird sie im Zuge der regelmäßigen Zellerneuerung der Epidermis wieder abgetragen und fällt mit den Hautschuppen ab.
Was passiert mit den Tattoo-Farben in der Haut?
Ein Teil der größtenteils unlöslichen Farbpigmente aus den Tattoo-Farben wird in die Haut eingelagert. Bei den in Tattoo-Farben enthaltenen löslichen Hilfs- und Konservierungsstoffen ist eine sofortige vollständige Verteilung im Körper möglich. Unmittelbar nach der Tätowierung und während der Heilung wird überschüssige Tattoo-Farbe zum Teil in den Körper abtransportiert, zum Teil nach außen abgegeben.